FAQ

Häufige Fragen zum Nutzen der Weiterbildung

Welchen praktischen Nutzen hat die Weiterbildung?

Durch das Qualifizierungsprogramm werden die Teilnehmenden in die Lage versetzt, systematisch und zielorientiert Großspenden-Fundraising zu betreiben. Grundlegend für unser praxisorientiertes Curriculum ist der kontinuierliche Transfer auf die eigene Arbeit.

Warum ist eine gesonderte Weiterbildung im Großspenden-Fundraising überhaupt notwendig?

Großspenden, Großspenderinnen und Großspender sowie das Großspenden-Fundraising wollen wir nachhaltig Gewicht und Bedeutung verschaffen. In den gängigen Fundraising-Weiterbildungsangeboten kommt das Großspenden-Fundraising zu kurz. Die Thematik wird zwar in einigen Einheiten behandelt, doch dies ist nicht ausreichend. Selbst langjährig erfahrenden Fundraiser/innen mangelt es häufig an Know-how bei der Ansprache von Großspender/innen und der Beziehungsgestaltung. Bei unserer Weiterbildung handelt es sich um eine Zusatzqualifizierung für Fundraiser/innen. Das Großspenden-Fundraising erfordert umfassendes Fachwissen, das in allen seinen Facetten in unserer Weiterbildung durchgearbeitet wird. Auch das Trainieren von Major Giving Skills, also Softskills, die für erfolgreiches Großspenden-Fundraising notwendig sind, nimmt einen besonderen Stellenwert ein.

Was bringt Großspenden-Fundraising?

Zahl und Umfang von großen Spenden können durch eine passgenaue Beziehungsgestaltung mit wohlhabenden Menschen gesteigert werden. Viele Vermögende spenden unter ihren Möglichkeiten. Das Geldvermögen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Das Spendenvolumen ist aber nicht in gleichem Maße mitgewachsen, obwohl der Förderbedarf gestiegen ist. Systematisches Großspenden-Fundraising ist eine wesentliche Voraussetzung für das Wachsen des Spendenkuchens.

Was ist der Unterschied zwischen Großspenden-Fundraiser/innen und Fundraiser/innen im allgemeinen?

Fundraiser/innen im allgemeinen arbeiten mit einem vielfältigen Spektrum von Fundraising-Instrumenten, die sich in der Regel an eine Vielzahl von Spender/innen richten.  Der Fokus liegt häufig auf dem Breiten-Fundraising, der Einwerbung kleinerer Förderbeträge. Die Beziehungsgestaltung mit wohlhabenden Menschen erfordert Fachwissen, soziale Kompetenzen (Major Giving Skills) und Fingerspitzengefühl. Auch hier kommen mehrere Fundraising-Instrumente zum Einsatz, doch jeweils passgenau ausgerichtet auf die Anforderungen von Menschen, die in der Lage sind, hohe Beträge zu geben.

Was unterscheidet die Weiterbildung „Großspenden-Fundraiser/in“ von anderen Angeboten?

Es handelt sich um die einzige umfassende Qualifizierung für das Großspenden-Fundraising im deutschsprachigen Raum. Praxisorientierung ist ein zentrales Merkmal unserer Kompaktausbildung. Gruppen- und Einzelarbeiten orientieren sich stark am konkreten Fundraising-Alltag der Teilnehmenden und dessen Weiterentwicklung hinsichtlich des Großspenden-Fundraisings. Eintägige oder mehrtägige Workshops zum Großspenden-Fundraising oder Teilbereichen können wichtige Impulse geben, doch für den Praxistransfer bedarf es einer systematischen Herangehensweise.

Was bringt das Zertifikat über die Absolvierung der Weiterbildung?

Die Nachfrage nach Großspenden-Fundraiser/innen wächst. Organisationsintern bildet der Abschluss eine wichtige Grundlage, um dem Großspenden-Fundraising ein gutes Fundament zu geben, dessen Ansehen und Bedeutung zu steigern und praktische Schritte in die Wege zu leiten. Mit dem Zertifkat können Fundraiser/innen zudem bei einem Stellenwechsel punkten.

Hat die Teilnahme an der Weiterbildung zur Steigerung der Großspenden-Einnahmen in den Organisationen der Teilnehmenden geführt?

Bei einigen der Teilnehmenden haben sich bereits während der sechs Monate, in der die Weiterbildung lief, zusätzliche finanzielle Erfolge eingestellt, bei den meisten anderen im Jahr nach der Weiterbildung. Grundsätzlich aber muss beim Großspenden-Fundraising langfristig gedacht werden. Die ganz großen Erfolge stellen sich oft erst nach mehreren Jahren ein. Gerade zu Anfang muss oft auch noch an der Institutional Readiness gearbeitet werden.

 

Häufige Fragen zu den Teilnehmer/innen und Absolvent/innen

Welche Voraussetzungen müssen die Teilnehmenden mitbringen?

Wir legen großen Wert auf bereits vorhandene Berufserfahrung im Fundraising oder andere adäquate berufliche Erfahrungen. Die Teilnehmenden sollten aktiv im Fundraising tätig sein, damit sie das Gelernte bereits während der Weiterbildung aktiv anwenden können. Bei Anmeldung wird geprüft, ob die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind.

Wie groß ist die Gruppe?

Wir lassen maximal 16 Teilnehmende zu. Diese überschaubare Gruppengröße ermöglicht die aktive Einbeziehung der Teilnehmenden in allen Einheiten der Weiterbildung und einen intensiven Austausch untereinander.

Was wird von den Teilnehmenden erwartet?

Wir erwarten aktive Mitarbeit, Arbeiten an der eigenen Praxis und an eigenen Major Giving Skills (Soft Skills für das Großspenden-Fundraising). Zum Abschluss der jeweiligen Seminarblöcke werden konkrete nächste Schritte für die Zeit bis zum nächsten Block besprochen – quasi Hausaufgaben.

Aus welchen Organisationen und Bereichen kommen die bisherigen Teilnehmenden?

Die bisherigen Teilnehmenden kommen aus einem breiten Spektrum an Organisationen, sowohl was Inhalte und Größe angeht: humanitäre Hilfe (Caritas International, CARE, missio), Kinderhilfsorganisationen (PLAN, terre des hommes), Sozialorganisationen (eva – Evangelische Gesellschaft Stuttgart, Diakonie Stetten), Umwelt (BUND), Hochschule (Hochschule für Musik, Frankfurt/Main), Forschung (Helmholtz Institut), Kultur (Pinakothek der Moderne München, Kunstmuseum Basel), Stiftungen (Caritasstiftung Stuttgart) und andere mehr.

Wie viele Absolvent/innen gibt es bisher?

Insgesamt liegt die Zahl der Absolvent/innen bislang bei 70 (Stand August 2017). 

Welche Möglichkeiten des Austauschs von praktischen Erfahrungen und Know-how im Großspenden-Fundraising bestehen nach Absolvierung der Weiterbildung?

Wir bieten allen Absolvent/innen und Dozent/innen unserer Weiterbildung die Möglichkeit, Teil unseres Major Giving Networks zu sein. Ein Mal pro Jahr findet ein Netzwerk-Treffen statt, in dem in vertrauensvoller Atmosphäre offen über Erfolge und Herausforderungen bei den eigenen Großspenden-Fundraising-Aktivitäten geredet werden kann. Zudem ermöglichen regionale Major Giving Round Tables den regelmäßigen Austausch von praktischen Erfahrungen.

 

Häufige Fragen zu den Inhalten

Was genau wird in der Weiterbildung vermittelt?

In Zentrum  steht das praxisorientierte Durchdeklinieren aller Phasen des Großspenden-Fundraisings. Wir arbeiten mit den Teilnehmenden an der „Institutional Readiness“, die auf diesem Gebiet den meisten Organisationen fehlt. Sie lernen, wie sie Großspender identifizieren, zielgerichtete Recherchen angehen. Wie sieht ein systematisches Moves Management aus? In welcher Form sollte die Spendenbitte ausgesprochen werden, wie bitte ich in einem persönlichen Gespräch um einen hohen Förderbetrag? Wie sollten der Dank und die weitere Beziehungsgestaltung erfolgen? Besonderer Schwerpunkt von Block 1 ist die Identifizierung und Qualifizierung von potenziellen Großspender/innen. In Block 2 stehen die unterschiedlichen Ansprache- und Beziehungsgestaltungsmöglichkeiten sowie die persönliche Spendenbitte („The Ask“) im Mittelpunkt, in Block 3 insbesondere die Bereiche Capital Campaign, Venture Philanthropy, Stewardship (Dank, Anerkennungsformen, Beziehungspflege) und strukturelle Voraussetzungen.

Welche Trainingsmethoden werden eingesetzt?

Die Seminaratmosphäre ist geprägt von Interaktivität und aktivem Erfahrungsaustausch. Wir setzen auf aufwechslungsreiche Methodenvielfalt: dialogorientierte Vorträge, Analyse von Praxisbeispielen, Rollenspiele und Präsentationen mit Videoauswertung ebenso wie Referate der Teilnehmenden.

Wer sind die Referent/innen?

Studienleitung und Hauptreferent/in sind Dr. Marita Haibach und Jan Uekermann. Zudem wirken als Gastreferent/innen Großspenden-Fundraiser/innen aus unterschiedlichen Bereichen (humanitäre Hilfe, Umwelt und Naturschutz, Kunst und Kultur, Hochschule und Wissenschaft) mit. Ferner legt eine Philanthropin bzw. ein Philanthrop persönlich ihr/sein Engagement und ihre/seine Motive und Beweggründe als Großspenderin dar.

Gibt es eine Abschlussprüfung?

Nein. Aber das Zertifikat wird nur erteilt, wenn alle drei Seminarblöcke absolviert wurden.

 

Häufige Fragen zum zeitlichen Aufwand

Wie hoch ist der Zeitaufwand für die Weiterbildung?

Die Weiterbildung umfasst gut 90 Zeiteinheiten à 45 Minuten. Diese verteilen sich auf drei Seminarblöcke zu je drei Tagen. Hinzu kommt Zeit für die Hausaufgaben (Zeitaufwand unterschiedlich) sowie Einzel-Coaching durch Dr. Marita Haibach bzw. Jan Uekermann (max. 3 Stunden).

Ist der zeitliche Aufwand nicht zuviel?

Unsere bisherigen Kurse haben bestätigt, dass dieser Zeitrahmen angesichts Stofffülle notwendig ist. Auch die Verteilung auf drei Seminarblöcke in einem Zeitraum von ca. sechs Monaten hat sich als sehr sinnvoll erwiesen. In den Wochen zwischen den Seminaren kann bereits mit der praktischen Umsetzung des Gelernten erfolgen. Zugleich eröffnet dies die Möglichkeit von Feedback und die Beantwortung von offenen Fragen durch die Seminarleitung und die anderen Teilnehmenden im drauffolgenden Seminarblock.

Ist es möglich, lediglich einzelne Seminarblocks zu belegen?

Die Seminarblöcke bauen aufeinander auf. Daher ist  die Teilnahme an allen drei Seminarblöcke notwendig. Sollte eine/r der Teilnehmenden aus gesundheitlichen Gründen an einem der Blöcke nicht teilnehmen können, wird im Einzelfall geprüft, ob dieser Block in einem anderen Kurs nachgeholt werden kann. Kostenerstattung ist allerdings nicht möglich. Das Zertifikat kann nur bei Teilnahme an allen drei Seminarblöcken erteilt werden.

 

Häufige Fragen zu den Kosten

Welche Leistungen sind in dem Teilnahmebeitrag enthalten?

Der Teilnahmebeitrag deckt die Kosten für: 

  • Teilnahme an den drei Seminarblöcken
  • ausführliche Seminarunterlagen (Factsheets zu allen Themen)
  • bis zu drei Stunden Einzelcoaching mit Dr. Marita Haibach bzw. Jan Uekermann

Welche weiteren Kosten fallen an?

Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung werden den Teilnehmenden jeweils für die einzelnen Seminarblöcke von den Tagungshäusern in Rechnung gestellt und sind direkt zu entrichten. Hinzu kommen die Fahrtkosten.

Gibt es öffentliche Zuschüsse?

In der Regel müssen die Teilnehmenden bzw. deren Arbeitsgeber für die Kosten selbst aufkommen. Die Bewilligung von öffentlichen Zuschüssen wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt und kommt nur für einige wenige in Frage. Bislang konnten lediglich einige Teilnehmende (aus Nordrhein-Westfalen) Bildungsschecks in Anspruch nehmen.