Großspenden-Fundraising auf neue Stufen heben

Frisch gekürte Großspenden-Fundraiser*innen starten durch

Am Samstag, 18. Mai 2019 wurden 18 Großspenden-Fundraiser*innen mit dem Abschluss-Zertifikat des Major Giving Institute ausgezeichnet. Die Teilnehmenden und ihre Coaches Dr. Marita Haibach und Jan Uekermann zelebrierten mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Abschluss des diesjährigen Kurses der Weiterbildung zum/zur Großspenden-Fundraiser*in. Dazu Dr. Marita Haibach: «Es ist ein großes Geschenk, miterleben zu dürfen, mit welch großen Schritten die Weiterentwicklung der Praxis des Großspenden-Fundraisings bei den Einzelnen vorangekommen ist. Gleichzeitig hat sich jede und jeder Einzelne in ihrer bzw. seiner Persönlichkeit als Großspenden-Fundraiser*in enorm weiterentwickelt.» Jan Uekermann ergänzt: «Die Teilnehmenden werden uns, wie wir aus unseren früheren Kursen wissen, auch künftig an ihren Erfolgen und Herausforderungen teilhaben lassen, insbesondere bei Veranstaltungen in unserem lebendigen Major Giving Network. Dennoch fällt der Abschied auch schwer nach einer so intensiven Zeit miteinander.»

Bereichernder Austausch über die Fachgrenzen hinweg 

Die Teilnehmenden aus Deutschland und eine aus Österreich sind in Institutionen unterschiedlichster Couleur tätig: klassische Hilfsorganisationen von ganz groß bis klein, Tierschutz und Tierrechte, Bürgerrechte, Kultur und Denkmalschutz, Hochschulen und Wissenschaftsinstitute. Auch ein Gemeindepfarrer, zu dessen Aufgaben das Fundraising gehört, der Leiter des Fundraisings eines Krankenhauses sowie eine Sozialunternehmerin nahmen teil. Der Austausch über die Fachgrenzen hinweg und der damit verbundene «Blick über den Tellerrand» wurde von den Teilnehmenden als enorm hilfreich erlebt.

Major-Donor-Zyklus, Moves Management und Toolbox

In den vergangenen fünf Monaten setzten sich die Teilnehmenden in den drei Blöcken der Weiterbildung mit allen Facetten auseinander, die ein systematisches Großspenden-Fundraising ausmachen. Verschiedene «rote Fäden» geben dem Curriculum Struktur und System. Ein zentraler roter Faden ist das Moves Management und der Major-Donor-Zyklus, der von der Identifizierung, individuellen Beziehungsgestaltung, passgenauen Förderbitte bis zu maßgeschneidertem Dank und der Kontaktpflege auch nach dem «Ask» reicht. Alle relevanten Tools aus der Major-Donor-Toolbox, ob Spendergespräche, Capital Campaigns, Großspenden-Fundraising digital, Großspender-Events, Spenderreisen, Großspender-Mailings und anderes mehr, wurden behandelt. Doch auch Instrumente wie Testamentspenden-Fundraising und Stiftungen als Fundraising-Instrument wurden in ihren Überschneidungen mit dem Großspenden-Fundraising betrachtet.

Institutional Readiness für das Großspenden-Fundraising

Ein weiterer roter Faden bildet das Thema der Institutional Readiness für das Großspenden-Fundraising, also die Frage: Wie sollte die jeweilige Organisation aufgestellt sein, um erfolgreich Großspenden-Fundraising zu betreiben? Der Case for Support, also Argumente, die Großspender*innen überzeugen, Förderprojekte sowie die personellen und strukturellen Voraussetzungen wurden umfassend beleuchtet, auch im Hinblick auf die Organisationen der Teilnehmenden. Insbesondere Großspenden-Fundraiser*innen mit gut ausgebildeten Major Giving Skills sind dabei von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus sind Themen wie Datenschutz, Datenbanken und Ethik im Großspenden-Fundraising Teil des Curriculums.

Die Welt der Großspender*innen und das gesellschaftliche Umfeld

Die regelmäßigen Blicke in das gesellschaftliche Umfeld bildeten einen weiteren roten Faden der Weiterbildung. Die Vermittlung eines besseren Verständnisses darüber wie Großspender*innen «ticken», für das Großspenden-Fundraising relevante Zahlen und Trends (wie beispielsweise auch die Megaspenden für Notre-Dame) oder neuartige Formen der Philanthropie. So stand auch eine Philanthropin Rede und Antwort und berichtete, wie sie die Arbeit von Großspenden-Fundraiser*innen erlebt.

Coaches und Gastreferent*innen

Ein – wie auch das begeisterte Feedback der Teilnehmenden bestätigte – wichtiger roter Faden der Weiterbildung ist die kontinuierliche aktive Präsenz von Dr. Marita Haibach und Jan Uekermann. Zu den Höhepunkten gehörten für die Teilnehmenden zudem die Besuche von ausgewählten externen Referent*innen, Großspenden-Fundraiser*innen, die aus ihrer Praxis berichteten. Dieses Mal waren Birgit Winterhalter (Caritas international), Gaby Groeneveld (WWF Deutschland), Sophia Athié (Berliner Ensemble) und Dr. Frank Frieß (TU München) mit dabei.

Transfer in die Praxis

Hausaufgaben begleiteten die Teilnehmenden ebenfalls durch die Weiterbildung, denn so wird der Transfer des Gelernten in die Praxis unterstützt. Zum Abschluss der Weiterbildung waren die Teilnehmenden gefordert, konkrete nächste Schritte des Großspenden-Fundraisings in ihren Institutionen zu erarbeiten und vor der Gruppe zu präsentieren. Dabei wird bei jeder und jedem deutlich, dass sie gestärkt und bestens ausgerüstet mit allem Handwerkzeug in ihre Institutionen zurückkehren. Bereits in den vergangenen fünf Monaten konnten die Teilnehmenden – teilweise erstmals – Menschen für große Spenden begeistern – und das wird auch in der Zukunft passieren! Der von allen als sehr wichtig eingestufte Austausch und ihr neues Netzwerk von Großspenden-Fundraising-Profis wird dabei unterstützend mitwirken.

Jetzt für neuen Kurs anmelden und Platz sichern

Der nächste Kurs der Weiterbildung zum/zur Großspenden-Fundraiser*in findet von Januar bis Mai 2020 in Deutschland statt. Die Anmeldephase läuft; die ersten Plätze sind bereits belegt. Eine frühe Anmeldung lohnt sich zweifach: derzeit sind noch ausreichend Plätze vorhanden und der Frühbucherpreis gilt bis 1. Oktober 2019. Weitere Informationen hier. 

NUTZEN SIE IHRE CHANCE: Termine 2020 stehen fest

Das hat sogar uns überrascht und zugleich sehr gefreut: Kurs 8 der Weiterbildung zum/zur Großspenden-Fundraiser*in war bereits Wochen vor dem Start im Januar ausgebucht – noch bevor der Frühbucherrabatt abgelaufen war. Das bestätigt uns darin, dass wir mit der Weiterbildung – der einzigen umfassenden Qualifizierung für das Großspenden-Fundraising im deutschsprachigen Raum – ein gutes Angebot zur Professionalisierung im Großspenden-Fundraising haben. Gleichzeitig stärkt es auch das Großspenden-Fundraising in der Wahrnehmung und Wichtigkeit im Allgemeinen und wie Organisationen mit Vermögenden zusammenarbeiten sollten.

Die nächste Möglichkeit, an der Weiterbildung teilzunehmen bietet sich im folgenden Kurs, der im Januar 2020 startet und in Deutschland stattfinden wird. Die erste feste Anmeldung auch für diesen Kurs ist bereits bei uns eingegangen. Es zeigt sich also auch hier: eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich!

Alle Infos zum Kurs 9 gibt es hier.

Stress im (Großspenden-)Fundraising – und wie Sie damit umgehen (können)

Der Count-down läuft, das Jahr 2018 neigt sich dem Ende. Überall ist Jahresendspurt angesagt. Für uns Fundraiserinnen und Fundraiser heißt das meist: Es ist Hochsaison, was die Arbeitsbelastung angeht. Wir haben dies zum Anlass genommen, uns das Thema „Stress im Fundraising“ einmal etwas näher anzusehen.

Wir kennen zahlreiche Großspenden-Fundraiser*innen, die mit großer Begeisterung und Leidenschaft ihren „Job“ machen. Gleichzeitig stöhnen die meisten: „Zu viel zu tun!“ Das ist im Prinzip sogar positiv, denn guter Stress („Eustress“), wirkt meist inspirierend und beflügelnd, wie auch diese Aussagen belegen: „Wir hatten wahnsinnig viel Arbeit mit unserem Großspender-Event, doch die Resonanz war überwältigend.“ „Ein großer Ask-Termin diese Woche, viel Vorbereitung und dann noch quer durch die Republik reisen. Doch als der Spender ja sagte, eine Million Euro zu spenden, war ich völlig aus dem Häuschen.“ Und doch: Die Grenzen zum „Disstress“, dem negativen Stress, der krank machen kann und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, können fließend sein. Uns begegnen immer wieder Kolleginnen und Kollegen, die sich überfordert fühlen, unzufrieden sind, bei denen offenkundig ist: „Der oder die hat großen Stress in bzw. mit ihrer Tätigkeit“. Weiterlesen

Major Giving Round Table in Freiburg

Am 14. November 2018 trafen sich sechs der zehn Kolleginnen aus dem Kurs  8 (2018) der Weiterbildung «Großspenden-Fundraiser/in» bei Caritas international in Freiburg und tauschten sich über aktuelle Themen und Projekte der täglichen Arbeit aus. Es gab mehrere übergreifende Themen. Zum Beispiel Spenderbefragung von Großspendern und das Großspendermailing. Nathalie Schaufelberger von der Heilsarmee Schweiz, Johanna Klumpp von Caritas international und Sonja Becker von der DAHW, der Deutschen Lepra- und Tuberkulose Hilfe, konnten hier von aktuellen Erfahrungen berichten. Außerdem wurde das Treffen Weiterlesen

5 Jahre Major Giving Institute – eine rundum positive Bilanz

Mehr Gewicht und Bedeutung für das Großspenden-Fundraisings
Mehr Großspenden-Fundraiser*innen
Mehr große Spenden und mehr Großspender*innen

Am 3. Juni 2013 startete das Major Giving Institute seinen Kurs 1 der Weiterbildung zur Großspenden-Fundraiserin bzw. zum Großspenden-Fundraiser. Als wir, die Initiatoren – Dr. Marita Haibach und Jan Uekermann –, im Dezember 2012 diesen ersten Kurs und gleichzeitig die bevorstehende Gründung des Major Giving Institute publik machten, waren wir uns sicher: Das Großspenden-Fundraising in Deutschland, Österreich und der Schweiz braucht mehr Schub, damit die Zahl und das Volumen der großen Spenden wächst. Wir waren überzeugt: Die reichlich vorhandenen Potenziale für Großspenden lassen sich nur heben, wenn sich mehr qualifizierte Großspenden-Fundraiser*innen proaktiv, systematisch und nachhaltig der Gewinnung von und der Zusammenarbeit mit Großspender*innen widmen. Mit der Gründung eines Institutes, dass sich ausschließlich dem „Major Giving“ verschrieben hat, wollten wir ein Zeichen setzen und dem Großspenden-Fundraising nachhaltig Gewicht und Bedeutung verschaffen. Weiterlesen

Auf Augenhöhe – Die Beziehung zum Förderer

Bericht unserer Ehemaligen aus dem Kurs 6 der Weiterbildung «Großspenden-Fundraiser/in» über ihr zweites Folgetreffen in Frankfurt:

Wenn GROSSER ENTHUSIASMUS für das Spendenprojekt zusammenfällt mit einer Spendenbitte zur rechten Zeit, dann kann es ganz toll laufen. Beides stimmte bei einem Förderer der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) und führte zu einem vielfältigen Engagement für die Hochschule und ihre Studierenden.

Beim zweiten Treffen der „AGS 6 – der Alumni der Großspenderfundraising-Ausbildung am Major Giving Institute Kurs 6“ am 24. und 25. August in Frankfurt war besagter Gönner zu Gast und lieferte wertvolle Impulse und Einblicke aus Förderersicht. Deutlich wurde dabei zum Beispiel, wie wichtig der persönliche Faktor ist. Es geht ums Fördern von Menschen, in diesem Fall die Studierenden – angehende Künstler, junge Musiker, Schauspieler und Tänzer, an deren Entwicklung man gerne Anteil nimmt. Offen und seinerseits interessiert an der Fundraising-Materie beantwortete der Gast alle neugierigen Fragen.

Auch in der anschließenden Diskussion stand das Thema wertschätzende und auf Augenhöhe basierende Spenderbeziehung weiter im Fokus. Der Nachmittag wurde genutzt um über aktuelle Aufgaben und Herausforderungen Einzelner zu sprechen und hier zeigte sich einmal mehr die große Kraft dieses Netzwerks! Man profitiert einfach enorm von der Expertise und der Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen. Das ist ein schönes Geben und Nehmen, ein gegenseitiges Intensiv-Coaching!

Bereits am Vorabend begann der Austausch der Fundraiser bei Äppelwoi, Grie Soß, Handkäs mit Musik und anderen hessischen Spezialitäten. Dass unsere Major Giving Dozentin Marita Haibach dazu kam, war eine besondere Freude!

Klar, nach dem Alumni-Treffen ist vor dem Alumni treffen. Im nächsten Jahr geht’s nach Hamburg. Der große neue Magnet der Stadt, die Elbphilharmonie, interessiert uns auch aus Fundraiser-Sicht. Darum möchten wir mit verantwortlichen Fundraisern und Geschäftsführern ins Gespräch kommen.

Wachsende Chancen für Großspenden

127.000 neue Dollar-Millionär*innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – World Wealth Report 2018 von Capgemini erschienen

Der World Wealth Report 2018 von Capgemini ist da. Eine spannende Lektüre, auch und gerade für Großspenden-Fundraiser*innen.

Die Reichen-Zahlen sind erneut weltweit gestiegen. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind wiederum unter den TOP 25 bei den High Net Worth Individuals (HNWIs), Menschen mit einem verfügbaren Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar. In allen drei Ländern hat die Zahl der Dollar-Millionär*innen erneut zugenommen.

World Wealth Report 2018: HNWIs in den D-A-CH-Ländern

Deutschland Österreich Schweiz
2016 1’280’000 133’000 364’000
2017 1’365’000 150’000 389’000
Veränderung + 85’000 + 17’000 +25’000
7% 13% 7%
Ranking weltweit 3 22 7

 

Interessant ist auch, dass weltweit der größte Wachstumsschub bei den Ultra-HNWIs (30 Millionen US-Dollar und darüber) festzustellen ist.

Steigender Reichtum führt, so belegen auch Untersuchungen bei uns, zu wachsendem Spenden-Engagement. Doch philanthropisches Engagement muss oft erst erlernt werden. Die Chancen für Großspenden-Fundraiser*innen, in einen konstruktiven Dialog mit den potenziellen Großspender*innen zu treten, sind mehr denn je gegeben!

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